Chromitsand in Gießereiqualität (mindestens 46 % Cr₂O₃)
1. Kerndefinition:
Chromitsand in Gießereiqualität ist ein hochreines, gleichmäßig abgestuftes, feuerfestes Zuschlagmaterial, das speziell für anspruchsvolle Metallgussanwendungen aufbereitet wird. Es wird aus natürlichem Chromiterz (FeCr₂O₄) durch eine Reihe von Schritten gewonnen, darunter Brechen, Mahlen, Klassieren, Aufbereiten und häufig Hochtemperaturkalzinierung .
| Artikel | Einheit | Index(%) |
| Cr2O3 | % | 46,0 Min. |
| SiO2 | % | 1,0 max |
| FeO | % | 26,5 max |
| Hoch | % | 0,30max |
| MgO | % | 10,0 max |
| Al2O3 | % | 15,5 max. |
| P | % | 0,003max |
| S | % | 0,003max |
| Cr/Fe | / | 1,55:1 |
| Schüttdichte | g/cm³ | 2,5-3 |
| Farbe | / | Schwarz |
| PH | / | 7-9 |
| Die Menge der Säure | / | 2 ml (maximal) |
| Prozent Boden | % | 0,1max |
| Prozent Feuchtigkeit | % | 0,1max |
| Das Gesinterte | 1600 | |
| Prozentsatz der im Sand vorhandenen freien Säure | % | 0 |
| Fülldichte | g/cm³ | 2.6 |
| Sinterpunkt | 1800 Minuten | |
| Schmelztemperatur | 2180 |
Chemische Primärzusammensetzung:
Chromoxid (Cr₂O₃): Der entscheidende Bestandteil. Ein Mindestgehalt von 46 % gilt als Standard für hochwertiges Gießereimaterial. Ein höherer Cr₂O₃-Gehalt korreliert direkt mit besserer Feuerfestigkeit und chemischer Stabilität.
Eisenoxid (FeO, Fe₂O₃): Typischerweise liegt der Anteil zwischen 20 und 30 %. Es trägt zur hohen Wärmeleitfähigkeit des Sandes bei.
Siliciumdioxid (SiO₂): Eine wichtige Verunreinigung, die kontrolliert werden muss. Bei hochwertigen Sorten wird der Gehalt sehr niedrig gehalten (oft <1 % bis 3 %). Ein hoher SiO₂-Gehalt verringert die Feuerfestigkeit und kann die Bildung von Silikatschlacke begünstigen.
Aluminiumoxid (Al₂O₃): Üblicherweise in einer Konzentration von 12-20% vorhanden.
Magnesia (MgO): Vorhanden in einer Konzentration von 8-12%, erhöht die Schlackenbeständigkeit.
Wichtigste physikalische Eigenschaft: Sein basischer/neutraler chemischer Charakter macht es äußerst beständig gegen Reaktionen mit sauren (SiO₂-basierten) oder basischen (MgO-basierten) Schlacken und geschmolzenen Metallen, insbesondere Eisenlegierungen.
2. Vorteile von Chromitsand in Gießereiqualität
Chromitsand bietet eine einzigartige Kombination von Eigenschaften, die spezifische Probleme beim Gießen lösen und somit den höheren Preis im Vergleich zu Quarzsand rechtfertigen.
Außergewöhnliche Feuerfestigkeit: Sehr hoher Schmelzpunkt (~2150 °C). Es widersteht dem Sintern und Schmelzen beim Kontakt mit flüssigem Stahl und hochlegierten Eisensorten und verhindert so Anbrennfehler.
Hohe Wärmeleitfähigkeit: Leitet Wärme 3-4 Mal schneller von der Gussgrenzfläche ab als Quarzsand. Dies fördert eine schnelle Erstarrung und führt zu Folgendem:
Feinere Kornstruktur und verbesserte mechanische Eigenschaften im Gussteil.
Verringertes Eindringen von geschmolzenem Metall in die Poren des Sandes.
Geringe Wärmeausdehnung: Zeigt beim Erhitzen praktisch keine Phasenumwandlungen, was zu einer nahezu vollständigen Längenausdehnung führt. Dadurch werden die bei Quarzsand häufig auftretenden Adernbildungen und Ausdehnungsfehler vermieden .
Ausgezeichnete Reinheit und chemische Inertheit: Durch seine basische Natur wird die Bildung reaktiver Schlacken mit Mangan- und Eisenoxiden im Stahl verhindert, wodurch Metall-Sand-Reaktionen minimiert und die Oberflächengüte verbessert werden.
Hohe Dichte (~4,6 g/cm³): Sorgt für gute Verdichtung und Formstabilität und widersteht metallostatischem Druck.
3. Anwendungen in Gießereien
Es handelt sich um einen hochwertigen Werkstoff, der strategisch dort eingesetzt wird, wo seine Vorteile entscheidend sind.
Kerne und Formen für dickwandige Stahlgussteile: Für große Blockkokillen, Ventilkörper, Pumpengehäuse und militärische Gussteile, bei denen thermische Rissbildung und Aderbildung große Probleme darstellen.
Anwendungen im Kühlbereich: Wird als Decksand oder in Kühlkernen verwendet, um die Kühlung lokal zu beschleunigen.
Ausbesserung von Problembereichen: Wird in Bereichen angebracht, die anfällig für Einbrennen oder Eindringen von Schimmel sind.
Kerne für Manganstahlguss: Unentbehrlich aufgrund der extremen Reaktivität von Mangan mit Quarzsand.
Sandauftrag im V-Verfahren und EPC (Verlustschaumverfahren): Seine hohe Dichte und Leitfähigkeit sind bei diesen Verfahren besonders vorteilhaft.
Anwendungen im Bereich Nichteisenmetalle: Zum Gießen von Kupferlegierungen und hochschmelzenden Kupfer-Nickel-Legierungen.

